Backschule

Fünf Teige, die du kennen solltest

Fast jedes Rezept in diesem Heft beruht auf einem von fünf Grundteigen. Wer ihre Regeln kennt, backt entspannter – und kann Rezepte selbst abwandeln.

Die Grundteige

Was drin ist, worauf es ankommt

Grundteig 1

Rührteig

Das steckt drin: Butter, Zucker, Eier, Mehl, Backpulver

Die goldene Regel: Alle Zutaten zimmerwarm verwenden und Butter mit Zucker richtig lange schaumig rühren – dann wird der Kuchen locker.

Typisch für: Marmorkuchen, Muffins, Gugelhupf

Grundteig 2

Hefeteig

Das steckt drin: Mehl, Hefe, lauwarme Milch, Zucker, Butter, Ei

Die goldene Regel: Die Milch nur lauwarm verwenden und den Teig zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat.

Typisch für: Zimtschnecken, Zwetschgendatschi, Hefezopf

Grundteig 3

Mürbeteig

Das steckt drin: Mehl, kalte Butter, Zucker, Ei

Die goldene Regel: Die 1-2-3-Regel: 1 Teil Zucker, 2 Teile Butter, 3 Teile Mehl. Schnell und kalt verarbeiten und vor dem Ausrollen 30 Minuten kühlen.

Typisch für: Tartes, Plätzchen, Obstböden

Grundteig 4

Biskuit

Das steckt drin: Eier, Zucker, Mehl, Speisestärke – ohne Fett

Die goldene Regel: Eier und Zucker sehr lange aufschlagen, das Mehl nur vorsichtig unterheben und die Form nur am Boden fetten.

Typisch für: Tortenböden, Biskuitrolle

Grundteig 5

Brandteig

Das steckt drin: Wasser, Butter, Mehl, Eier

Die goldene Regel: Das Mehl im kochenden Wasser-Butter-Gemisch abbrennen, bis sich ein Kloß löst. Eier einzeln einarbeiten und die Ofentür 20 Minuten geschlossen halten.

Typisch für: Windbeutel, Eclairs, Profiteroles

Bonus

Quark-Öl-Teig

Das steckt drin: Quark, Öl, Milch, Zucker, Mehl, Backpulver

Die goldene Regel: Die schnelle Alternative zum Hefeteig: nur kurz verkneten, sofort ausrollen und backen – ganz ohne Gehzeit.

Typisch für: Blechkuchen, Brötchen, Pizzaboden

Spickzettel

Umrechnen leicht gemacht

Andere Form, anderer Ofen, andere Hefe? Mit diesen Werten passt du jedes Rezept an – zum Ausdrucken oder als Screenshot fürs Handy.

Schüssel mit Mehl und kleine Schalen mit Backzutaten auf einer dunklen, bemehlten Arbeitsfläche von oben
Wenn …… dann
Umluft statt Ober-/UnterhitzeTemperatur um etwa 20 °C senken
Trockenhefe statt frischer Hefe1 Würfel frische Hefe (42 g) = 2 Päckchen Trockenhefe (je 7 g)
Springform 28 statt 26 cmalle Zutaten × 1,16 (etwa ein Sechstel mehr)
Springform 24 statt 26 cmalle Zutaten × 0,85
1 Päckchen Backpulveretwa 15 g – reicht für 500 g Mehl
1 Ei (Größe M)etwa 55 g ohne Schale
1 EL Mehl · 1 EL Zuckeretwa 10 g · etwa 15 g
1 Becher Sahne200 g

Häufige Fragen

Wenn’s mal nicht klappt

Häufig wurde der Ofen zu früh geöffnet, der Kuchen war noch nicht durchgebacken oder im Teig war zu viel Backpulver. Lass die Ofentür in den ersten zwei Dritteln der Backzeit geschlossen und mach am Ende die Stäbchenprobe.

Stich ein Holzstäbchen in die dickste Stelle des Kuchens und zieh es wieder heraus. Bleibt kein feuchter Teig daran haften, ist der Kuchen fertig.

Meist ist die Hefe zu alt oder die Milch war zu heiß: Ab etwa 45 °C nimmt die Hefe Schaden. Stell den Teig an einen warmen, zugfreien Ort, etwa in den auf 35 °C vorgewärmten und wieder ausgeschalteten Ofen, und gib ihm Zeit.

Bei Rühr- und Hefeteig lässt sich der Zucker meist um ein Drittel reduzieren. Bei Biskuit und Baiser besser nicht: Dort sorgt der Zucker für Stand und Volumen.

Rührkuchen bleiben gut verpackt drei bis vier Tage saftig, Hefegebäck schmeckt am ersten Tag am besten. Torten mit Sahne gehören in den Kühlschrank und sollten innerhalb von zwei Tagen gegessen werden.

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